• Guten Morgen alle Zusammen.
    Nachdem ich grade eh nichts zu tun habe, nicht pennen kann, und aber wiederum zu müde bin um irgendetwas produktives zu tun, wende ich mich mal wieder unserer Website zu.

    Ich schreibe nicht viel in die News. Weniger als ich sollte, aber mehr als ich für erwähnenswert halte. Möglicherweise ist auch dieses Thema nicht so gut für Clan-News geeignet, aber ich finde, dass es dennoch, gerade von mir, wenn auch von eingien anderen Clanmitgliedern, stark verfolgt wird, weswegen ich unsere Clan-News nutzen möchte, um darüber zu sprechen.
    Zuerst mal, für alle die es noch nicht mitbekommen haben: Valve hat ein neues Pilot-Projekt für Mods eingeführt, nach dem sich Modder für ihre Kreationen bezahlen lassen können, welches am Donnerstag im Skyrim-Workshop als Pilot-Projekt gestartet hat.
    Viele Leute halten das für "ein Ende des freien Moddens", regen sich darüber auf und spammten etliche Modder so weit mit Scheiße und Mord-Drohungen zu, dass diese entschieden haben sich (vorübergehend) ganz vom Modden zurückzuziehen.


    Thank you everyone very much for your outpouring of support. It means so much more than you know.

    I have taken every mod I have ever published off the Workshop, and it will stay that way. The Nexus files will remain; in the end, this is the community that has supported me every step of the way. Arissa is currently hidden until we decide what to do.

    I have deleted many of my accounts and will be leaving the modding community for a time. I don't know how long.

    Thank you again.

    Chesko - Skyrim Nexus ( nexusmods.com/skyrim/mods/1116…6thread_id%3D581559&pUp=1 )

    Ich, für mich, trete dieser neuen Idee von Valve mit sehr zwiegespaltener Meinung gegenüber. Auf der einen Seite möchte ich natürlich Modder unterstützen, die zusammengefasst hundert mal mehr Content in Skyrim gebracht haben, als Bethesda, auf der anderen Seite bleibt mir, als exzessiver Nutzer dieses Contents, für das Wohl meines Geldbeutels, ja fast nichts anderes übrig als dieses System zu verurteilen. Aber gehen wir das ganze mal langsam an.

    Zuerst einmal finde ich, dass der Steam Workshop gezeigt hat, dass Leute damit einfach Geld verdienen können, gerade wenn man hört, dass knapp 60mio $ mit Waffenskins und anderen (meist) optischen Conetent erwirtschaftet wurde ( rockpapershotgun.com/2015/01/3…kshop-57-million-dollars/ ). Wie man auch in den meisten Newsposts zu diesen Thema lesen kann, war es da relativ klar, dass auch andere Firmen ihre Chance nutzen wollen am Geschäft rund um Mods etwas mitzuverdienen.
    So weit, so gut, noch ist da nichts falsches dran.

    Den ersten Makel, den ich an diesen System sehe, ist aber schon einmal die ungerechte Verteilung. 25% der Einnahmen kriegt nämlich nur der Modder, der sich wieder erst ab 100€ Gesamtumsatz auszahlen lassen darf (wobei zweiteres einfach daran liegt, dass die Überweisungsgebühren bei Kleinstbeträgen den Verkaufserlös übersteigen würden). Somit kriegt also ein Modder für seine Arbeit einen Anteil von mikrigen 25%, während Valve 30% und Bethesda 45% bekommen, wie in der Rahmenvereinbarung im Workshop für das jeweilige Spiel festgehalten wird ( steamcommunity.com/workshop/wo…galagreement/?appid=72850 ) wobei Gaben selbst in einen AMA ( reddit.com/r/gaming/comments/33uplp/mods_and_steam/?sort=top ) sagt, dass dieser Anteil nicht von Valve, sondern vom jeweiligen Publisher festgelegt wird.
    The pay-outs are set by the owner of the game that is being modded.

    Bethesda hat also entschieden, dass die Modder nur 25% bekommen.
    Selbst 45% für eine Arbeit einzustreichen, die man nicht gemacht hat und für die man keine Gewährleistung übernimmt und auch sonst nichts tun muss (das macht nämlich alles Valve) ist ein wenig hart, gerade, wenn man bedenkt, dass jeder Modder bereits mindestens die 30€ an Bethesda gezahlt hat, die Skyrim heute noch wert ist.

    Auch ein Problem für mich ist, dass es keinerlei Gewährleistungspflicht gibt. Wer sorgt dafür, dass alle Mods, die ich mir gekauft habe, auch laufen. Wenn ich daran denke, dass ich für jede Stunde Spielzeit eine Mod am laufen habe, geht das ziemlich ins Geld, gerade, wenn man bedenkt, dass die Hälfte der Mods aussortiert werden müssen, weil sie einfach nicht kompartibel sind. Zu den Zeitaufwand, den ich damit eh schon habe, kommt jetzt außerdem noch die Geldverschwendung hinzu. Wobei natürlich extrene Tools wie BOSS oder TESVEdit, die Fehler in Mods, in ihrer Loadorder oder in ihrer Kompartibilität anzeigen und teilweise auch beheben können, weiterhin ohne Vergütung für ihre Dienste bleiben müssen. (An dieser Stelle möchte ich aber ewähnen, dass Valve laut einer Nachricht des Nexus-Seitenbetreibers ( nexusmods.com/games/news/12459/? ) durchaus versucht sogenannte 'listed Service Provider' einen Anteil zu geben, da diese untereinander verteilt 5% der Einnahmen, die eigentlich Valve zustehen, bekommen, wenn der Mod-Author bei Erstellen der Mod im Workshop ankreuzt, dass diese ihm bei der Entwicklung unterstützt haben)

    Doch nicht nur die Tatsache, dass Usergenerated DLCs, wie ich sie an dieser Stelle nennen möchte, untereinander inkompartibel sein könnten, stellt für mich ein problem dar, sondern auch die Tatsache, dass frei verfügbarer Content vom Skyrimnexus verschwindet und "dazugekauft" werden muss. Natürlich gibt es einfache Möglichkeiten noch an die Mods heranzukommen, aber das ist ja nicht Sinn und Zweck. Geht man aber mal nicht davon aus, dass man ein Pirat werden möchte, sondern das System sogar wirklich nutzen möchte, so muss man doch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass man eine Mod kauft, die auf SkyUI basiert, welche dann plötzlich ebenfalls kostenpflichtig, für - sagen wir mal 20€ - auf den Workshop kommt. Es bleibt einem fast nichts übrig als mitzuziehen. Modder, die nicht mitziehen müssen jetzt natürlich mit der Angst leben, dass andere hinter ihrem Rücken viel Geld scheffeln (so zum beispiel Fore, dessen Assets in vielen Mods Verwendung finden, obwohl er selbst kein Geld verlangen will.)

    Letzendlich finde ich, dass Mods gratis bleiben sollten, auch wenn ich die Funktion einer einfachen Spende in Steam schätzen würde (Gaven hat auch hierzu gesagt, dass bei der Paywhatyouwant-Funktion auch 0 als Betrag eingegeben werden könnte), wobei wir uns alle selbst an die Nase fassen sollten und darüber nachdenken müssen, wie viel Zeit wir bereits mit Mods verbracht haben und was wir dafür zurückgegeben haben. Möglicherweise sollte jeder einmal darüber nachdenken, ob er sich lieber einen Skin für ein virtuelles Messer für den Wert eines Kleinwagens holen will, oder doch ehr statt den nächsten Keys ein paar Kröten an Leute spendet, die einen ganzen Kontinent in ein Spiel eingefügt haben.

    0.0004% aller Nutzer seiner Mod spenden, laut Chesko. Was auf seine 1500000 Downloads, 600 Spenden sind, was bei einen Spendendurchschnitt von 10$ gerade einmal 100$ pro Monat wären, die diese Mod läuft. Für ein Hobby, bei dem allein die Betreuung der Fans Tage bedarf, kein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.


    e:// Neben etlichen kuriosen Fun-Paid-Mods, die überteurt shit anbieten, um sich über das System lustig zu machen, gibt es außerdem noch einige andere Ideen aufgebrachter User wie eine Petition ( change.org/p/valve-remove-the-…ent-of-the-steam-workshop ), die Idee seinen Ärger durch schlechte Reviews Luft zu machen und einiges mehr.

    Gerade aber wenn man sowas (ernst gemeint) gegenüber steht, dann ist es aber schwer als bisheriger Subscriber nicht angenervt zu sein:


    Wenigstens Posts von Gaben wie dieser hier machen Hoffnung darauf, dass Valve nicht vor hat EA Konkurrenz zu machen, sondern wirklich darauf abziehlt Mods zu verbessern:
    Skyrim is a great example of a game that has benefitted enormously from
    the MODs. The option for paid MODs is supposed to increase the
    investment in quality modding, not hurt it.

    About half of Valve came straight out of the MOD world. John Cook
    and Robin Walker made Team Fortress as a Quake mod. Ice frog made DOTA
    as a Warcraft 3 mod. Dave Riller and Dario Casali we Doom and Quake
    mappers. John Guthrie and Steve Bond came to Valve because John Carmack
    thought they were doing the best Quake C development. All of them were
    liberated to just do game development once they started getting paid.
    Working at Waffle House does not help you make a better game.